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Starre Muster – Vier Gründe für das Scheitern von Teams

Teamwork, Teamwork, Teamwork. Schon in Bewerbungsgesprächen und Assessment Centern wird meist direkt oder verdeckt evaluiert, wie teamfähig der potenzielle neue Mitarbeiter ist und wie er seine individuellen Fähigkeiten nutzenstiftend in das bestehende Team einbringen könnte. Teamwork ist für viele Organisationen unumstritten der Schlüssel zu langfristigem Erfolg. Aber was, wenn eben genau dieser Erfolg ausbleibt? Lag es an den Stärken und Schwächen der einzelnen Charaktere, den Rahmenbedingungen, der Motivation? Oft sind die Gründe viel simpler als man denkt.

Die Mischung macht’s

Häufig unterliegen Unternehmen bei der Auswahl der relevanten Kriterien für die Zusammenstellung eines Teams einem entscheidenden Irrtum. Warum? Weil für mehrere zu besetzende Positionen ein und derselbe Typ gesucht wird. Dies erscheint nur logisch, weil für bekannte Anforderungen eben bestimmte Charaktere am besten geeignet sind.
Ohne eine gewisse Teambalance wird es allerdings schwierig werden, den variablen Herausforderungen des Berufsalltags in geeigneter Art und Weise zu begegnen. Oder glauben Sie, dass ein Fünf-Mann-Team aus fünf egozentrischen, selbstbewussten und erfolgshungrigen Persönlichkeiten, reibungslos und zügig zu einem Konsens kommt? Eben. Genauso wenig werden fünf zurückhaltende, überlegte und vorsichtige Typen schnell zu einer Entscheidung kommen.

Gefangen in der Vorgabe

Keine Frage, Ziele und deren Erreichbarkeit sind unerlässlich für den Erfolg. Leider kommen diese Vorgaben meist von außen, d.h. von dem Teamlead oder häufig sogar von einer oder zwei Hierarchieebenen höher. Da die Teammitglieder nicht in die Entscheidung miteinbezogen werden, entsteht von Anfang an ein latenter Druck und die schwebende Frage nach der Erreichbarkeit der Vorgabe. Bezöge man das Team in die Entscheidung mit ein, wäre es sogar möglich, dass die Team-Vorgabe, basierend auf der gemeinsamen Evaluation der kollektiven Leistungsfähigkeit, höher ausfällt als die ursprüngliche Intension des Teamleads. Gravierender Unterschied: das Team glaubt mehr an die gemeinsam erarbeitete Zielsetzung, als an eine extern vorgegebene.

Alles im Rahmen?

Um Out-of-the-Box-Denken und kreativen Spielraum zu fördern, empfiehlt es sich komfortable Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich kreative Köpfe individuell und als Team entfalten können. Dabei wäre es sowohl wünschenswert, dass die Teammitglieder jederzeit Zugang zueinander hätten, sich aber wenn nötig, jederzeit zurückziehen könnten. Da beides gleichzeitig unmöglich scheint, behelfen sich Unternehmen mit verschiedenster Kommunikations-, Tasking- und File-Sharing-Software um ihre Teams miteinander zu verbinden. Häufig bleibt dabei aber echte, kreative und fruchtbare Zusammenarbeit auf der Strecke, weil sich die Teammitglieder nicht gemeinsam am selben Ort befinden. Dies beeinflusst das Ergebnis und den Teamerfolg erheblich, da beispielsweise Feedback in Echtzeit und das gemeinsame erreichen von Zwischenzielen sowohl den Outcome als auch das Wir-Gefühl verbessern.
Eine Alternative bilden neuartige virtuelle Arbeitsräume, in denen sich das Team ohne zeitliche Verzögerungen austauschen und zusammenarbeiten kann, ohne dass es sich tatsächlich im selben Raum befindet.

Total verplant

Eine gute Vorbereitung in der Planung ist essentiell für den erfolgreichen Ablauf eines Projektes. Manche Teams nehmen es mit der Planung aber derart genau, dass kein Platz für kreativen Spielraum bleibt. Es werden bereits vorab unzählige Meetings abgehalten, nur um gefühlt 50 Wege zu definieren um von A nach B zu kommen, und anschließend den vermeintlich besten daraus auszuwählen. Dabei wäre es doch so einfach, gemeinsam loszulegen und etwaige Stolpersteine und kreative Hemmnisse als Team zu überwinden. Schließlich ist das Spannende an einem Projekt nach wie vor seine Umsetzung, und nicht etwa die Planung. Alles was es dazu braucht sind die Teammitglieder, die nötigen Hilfsmittel und Daten sowie die jeweiligen Aufgaben.

Es gibt unendlich viele Wege um mit seinem Team erfolgreich zu sein und dabei auch noch Spaß zu haben. Vielleicht ein kleiner genereller Tipp: Weniger planen und stattdessen von Beginn an gemeinsam handeln – Get your things done!