SAP Content Management: Leitfaden für E-Commerce und Marketing Manager

Wie lassen sich Rich Media Assets wie Videos, Audio oder Produktfotos besser in SAP steuern? In diesem Artikel zeigen wir, wie du Content zentral managst und mit Produktdaten in der SAP Commerce verknüpfst oder in SAP Marketing verwendest.

Inhalt

SAP ist das Schweizer Taschenmesser unter den Softwarenanbietern. Neben dem Kernprodukt für Enterprise Resource Planning (ERP) mit SAP S/4HANA bietet SAP mittlerweile eine ganze Palette an weiteren Produkten für Unternehmen an.

Wo wird in SAP mit Content gearbeitet?

Aufgrund der riesigen Produktpalette von Digital Supply Chain Anwendungen über Analysetools bis zum Netzwerk- und Ausgabenmanagement stellt sich zuerst die Frage in welchen SAP-Anwendungen überhaupt Marketing-Content gebraucht wird.

Die Produktwelt von SAP:

2018 hat SAP seine CRM-Anwendungen unter dem Markennamen SAP Customer Experience (CX) gebündelt. Wie der Name vermuten lässt, sollen mit dieser Suite ähnlich wie bei Salesforce, HubSpot oder der Adobe Experience Cloud bessere Kundenerlebnisse ermöglicht werden. Innerhalb dieser Suite sind es dann vor allem die Anwendungen von SAP Commerce und SAP Marketing, in denen am häufigsten mit Content gearbeitet wird.

Online-Shops haben schnell tausende von Produkten und Produktvariationen zu pflegen, wozu nicht nur digitale Assets, sondern natürlich auch Produktinformationen zählen. SAP verfügt über umfassende Funktionalitäten, um diese Produktinformationen auch direkt in SAP Commerce zu managen. In der Marketing Cloud lassen sich Assets wiederum im SAP Content Studio speichern.

SAP Product Content Management, ehemals Hybris PCM

SAP Commerce ist eine moderne E-Commerce Plattform, die sämtliche Verkaufs- und Einkaufsprozesse abbildet, eine ganzheitliche Kundensicht ermöglicht und die Kundenbindung durch außergewöhnliche Omnichannel-Kauferlebnisse stärkt.

SAP Commerce verfügt zudem über ein eigenes Produktinformationsmanagement (PIM), Product Content Management (PCM) genannt, womit sich die Produktausspielung im Shop und anderen Vertriebskanäle organisieren lässt. Langjährige SAP-Kunden kennen dieses PIM-System noch als Hybris PCM. Hybris ging mit der Übernahme durch SAP in SAP Commerce über.

SAP Content Studio für die Marketing Cloud

Das Arbeiten mit verschiedenen Inhaltstypen ist das tägliche Brot von Marketer. Imagefilme, Produktbilder, Sounddateien, Produktkataloge und vieles mehr sind heute eine Selbstverständlichkeit. Solche Assets können in der SAP Marketing Cloud im sogenannten Content Studio gespeichert werden, von wo aus sich der Content etwa für Mail-Kampagnen, Landing Pages, Formulare und Marketing-Automatisierungen nutzen lässt.

Gibt es ein eigenes Content Management System von SAP?

Obwohl einige SAP-Applikationen, vor allem im Customer Experience Umfeld, Funktionen für Content Management an Bord haben, hat SAP keine eigenständige Content Management Lösung. So bietet zum Beispiel SAP Commerce ein Content Framework, womit sich Content in Projekten managen lässt. Andere SAP-Applikationen wie etwa die SAP Marketing Cloud ermöglichen teilweise die Verwaltung von verschiedenen Content-Typen, einen zentralen Content-Ansatz in einer eigenen Applikation gibt es aber bei SAP jedoch nicht.

Die Entscheidung eine starke Kooperation zwischen SAP und CELUM im Sinne unserer Kunden zu etablieren, war sowohl für SAP Commerce Cloud als auch für CELUM eine richtungsweisende Entscheidung. Damit haben wir eine breite Basis an Kunden geschaffen, die ihre täglichen Content-Prozesse sehr effizient mit unserer Produktkombination umgesetzt haben. Somit haben wir es in einem sehr attraktiven kommerziellen Modell geschafft, für unsere Kunden ein Lösungsspektrum anzubieten, das seinesgleichen auf dem Markt sucht.
Christian Münch
Principal Product Manager bei der SAP Commerce Cloud

Wie lässt sich nun trotzdem ein ganzheitlicher Ansatz zur zentralen Verwaltung von Content mit SAP ermöglichen?

Am Beispiel SAP Commerce zeigt sich, dass Content Management und speziell die Anforderungen des Digital Asset Managements ein großes Verständnis der kreativen Erstellungsprozesse von Content benötigen, um diese Prozesse mit hohem „Benutzererlebnis“ – sprich User Experience – umsetzen zu können. Außerdem müssen geschäftsrelevante Standard-Anwendungen wie etwa Microsoft Office Produkte sowie publikationsspezifische Applikationen wie etwa Adobe Photoshop, Illustrator oder InDesign unterstützt werden. Hier hat sich in den letzten zehn Jahren eine flexible und anpassbare Integration zwischen CELUM als Content Provider und SAP Commerce als sehr leistungsfähig erwiesen. Die Kooperation der beiden Produkte blickt auf eine lange Geschichte gemeinsamer Kunden zurück, die erfolgreich den Best-of-Breed Ansatz mit diesen Produkten verfolgen.

SAP DAM oder welches Content Management System lässt sich für SAP nutzen?

Zusammengefasst ermöglichen also sowohl die SAP Commerce als auch die SAP Marketing Cloud das Hochladen und Speichern verschiedener Content-Typen. In der SAP Commerce lassen sich ebenfalls Metadaten und Rechteinhaber anlegen und entsprechend mit den Produkten verknüpfen. Solange ein Shop überschaubar ist, sind diese Funktionen völlig ausreichend. Das System stößt allerdings an seine Grenze, wenn große Volumina von Assets zentral von vielen Usern mit entsprechenden Freigabestufen verwaltet, aktualisiert und an andere Personen und Systeme verteilt werden muss. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist der Einsatz eines externen Digital Asset Management (DAM) für SAP überlegenswert. DAM-Software bietet eine ganze Bandbreite weiterer Funktionen und kann den gesamten Lebenszyklus von Content abdecken. Bei CELUM unterteilen wir diesen Lebenszyklus in die drei Kernbereichen der Erstellung, des Managements und der Verteilung von Content.

SAP Connector für Digital Asset Management

Als globale Marke entwickeln viele Softwarehersteller eigene SAP Business Connectoren, die im SAP Store gelistet sind. Mit einer SAP Integration lässt sich auch ein professionelles DAM-System einbinden. So bietet auch CELUM eine Integration für SAP Commerce und für die SAP Marketing Cloud.

Ein Digital Asset Management System ermöglicht:

  • Eine zentrale Quelle für alle Mediendaten, global und für mehrere Länder und Sprachen.

  • Bessere Zusammenarbeit im Team und mit Agenturen dank integrierter Task- und Workflow-Management-Tools.

  • Aufsetzen einer Omnichannel-Strategie, indem du mit perfekt abgestimmtem Content über alle Vertriebskanäle hinweg deine Zielgruppe erreichst.

  • Volle Kontrolle der Inhalte dank eines fein abstimmbaren Rechtemanagements, womit die Gefahr der Verwendung von falschen oder nicht ausreichend lizenzierten Content eliminiert wird.

Ein DAM kann zudem zu einem signifikant höheren Return on Investment führen, denn es fällt bedeutend einfacher Content langfristig zu nutzen und immer wieder zum Einsatz zu bringen.

PIM, DAM und SAP kombinieren

Ein DAM hat zudem den Vorteil, dass es auch an andere Systeme angeschlossen werden kann. Einige CELUM Kunden nutzen etwa ein externes PIM, dessen Daten in CELUM mit den richtigen Assets verknüpft und dann gemeinsam an SAP Commerce ausgespielt werden.

Best Practice Victorinox

Der bekannte Schweizer Messerhersteller Victorinox nutzt CELUM für die Erstellung und Freigabe von visuellem Content im Team als auch dem Management und Verteilung des Contents. SAP bildet wiederum die gesamte Web-Präsenz ab, von der E-Commerce-Plattform über Brand Experience bis hin zum Presseportal. So ist es dann auch keine Überraschung, dass mehr als 8000 User – sowohl vom Unternehmen selbst als auch externe Dienstleister und Vertriebspartner– mit CELUM arbeiten.

Das DAM von Victorinox bietet

  • ein angepasstes, komplexes Modell an Metadaten und ein direktes Interface zum ERP-System, 
  • 15 unterschiedliche Asset-Typen, um Assets klar unterscheiden zu können, 
  • einem privaten und einem „öffentlichen“ Space für die Verteilung von Assets, 
  • 62 angepasste Download-Formate, 
  • Auto-cropping und optimierte Ausspielung in alle Kanäle 
  • zahlreiche Integrationen in weitere Systeme um eine automatische Asset-Ausspielung zu ermöglichen. 
 

Victorinox nutzt das DAM allerdings nicht nur, um Assets an SAP auszuspielen. So ist das DAM auch mit Lösung für Web to Publish, für die Bearbeitung von Produkt-Rücksendungen, und eine Tablet-Anwendung für den Vertrieb angebunden. Damit fungiert das Digital Asset Management System tatsächlich als der zentrale Ort und Distributionskanal für alle Medientypen im Unternehmen.

Warum du jetzt Content Management angehen solltest

Marketing muss immer mehr Content für immer mehr Vertriebskanäle organisieren, zudem wächst mit der Digitalisierung auch die Zahl der IT-Projekte. Hast du eine integrierbare und skalierbare Content-Lösung aufgesetzt und den Content entsprechend immer verfügbar, fallen auch diese Projekte um vieles leichter. Du verhinderst dann auch Content-Silos und Doppelgleisigkeiten.

Wie kann CELUM dir helfen?

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