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Was macht gute Teamarbeit aus?

Du hast die besten Talente im Unternehmen zusammengebracht. Das erste gemeinsame Projekt ist herausfordernd aber schaffbar. Alle sind voller Tatendrang. Doch nach den ersten Wochen sind noch immer keine Milestones erreicht, der Zeitplan gerät in Verzug, der Druck steigt, die Stimmung kippt … Ein gutes Setup der Teamarbeit ist daher extrem wichtig, bevor ein Projekt startet.

Jedes Projekt steht und fällt damit, wie gut das Team zusammenarbeitet.

In den Worten der Basketball-Legende Michael Jordan:

Talent gewinnt Spiele, aber Teamarbeit und Intelligenz gewinnen Meisterschaften.

So, die große Frage ist: Was macht gute Teamarbeit aus? Wir beantworten diese Frage Schritt für Schritt.

Teamarbeit Definition
Vorteile Teamarbeit
Nachteile Teamarbeit
Was macht gute Teamarbeit aus?
Fazit

Teamarbeit Definition

Das Wort Team stammt ursprünglich aus dem Englischen und bezeichnet ein Gespann von Ochsen, die als Zugtiere von Karren fungiert haben. Wenn ein einzelner Ochse die Zugkraft nicht hatte, wurde ein „team of oxen“ vorgespannt.

Einige Zeit später fand der Teambegriff Eingang in den Mannschaftssport, ehe er auch in die Arbeitswelt integriert wurde, wie Marco Meier in Praxistipps für erfolgreiche Teamarbeit beschreibt.

Was also ist Teamarbeit? Teamarbeit kann als gemeinsame Anstrengung gesehen werden etwas voranzubringen, das der oder die Einzelne nicht mehr schafft.

Vorteile Teamarbeit

Gemeinsam lässt sich mehr schaffen, aber warum spielt Teamarbeit in der modernen Arbeitswelt Teamarbeit tatsächlich so eine große Rolle?

5 Gründe die für Teamarbeit sprechen:

  • Projektbasierte Arbeit. Projekte mit engen Zeitfenstern werden immer häufiger und lassen sich nur in einem organisierten Team abarbeiten.
  • Leistungspotenzial. Teamarbeit stärkt die Eigenverantwortung, Selbstorganisation und Koordination von Mitarbeitern.
  • Synergien. Es werden Synergien bei der Arbeit gehoben und das Involvement gesteigert.
  • Motivation. Mitarbeiter haben höhere Motivation durch Teilhabe an der Entscheidungsverantwortung.
  • Eigenes Bedürfnis. Mitarbeiter wünschen sich auch den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Nachteile Teamarbeit

Teamarbeit ist unaufhaltsam auf den Vormarsch. Schon seit geraumer Zeit haben mehr als die Hälfte aller Fortune 500 Unternehmen 80 Prozent ihrer Mitarbeiter in Teams organisiert. Allerdings soll auch nicht ganz auf die Risiken von Teamarbeit vergessen werden.

5 Gründe die gegen Teamarbeit sprechen:

  • Zeitlicher Aufwand. Laufende Koordination und Abstimmung brauchen Zeit.
  • Durchschnitt statt Exzellenz. Kompromissbereitschaft und Harmoniebedürfnis können den „kleinsten gemeinsam Nenner“ fördern.
  • Weniger Freiraum. Individualisten können sich nur eingeschränkt entfalten und dadurch steigt die individuelle Passivität.
  • Schwierige Umstellung. Der Paradigmenwechsel vom Befehlsempfänger zum selbstverantwortlichen Teammitglied ist für Mitarbeiter als auch für Führungskräfte oft schwierig.
  • Der Ringelmann-Effekt. Es gibt die Tendenz sich in der Gruppe weniger anzustrengen, als wenn man allein arbeitet. Der französische Agraringenieur Maximilien Ringelmann fand heraus, das die Gruppe zunehmend ineffizient wurde, je größer sie war. Mehr über den Ringelmann-Effekt erfährst du in der Wikipedia.

Teamarbeit ohne entsprechende Rahmbedingungen kann daher oft schnell zu Frust und Desinteresse führen.

Was macht gute Teamarbeit aus?

Gute Teamarbeit setzt sich aus vier elementaren Faktoren zusammen:

Pyramide, die die Erfolgsfaktoren für gute Teamarbeit zeigen: Beziehungen, Handlungsanweisungen, Funktionsrollen und Ziele

Beziehungen: Wie wird ein Team zum Team?

Ein ausgeprägter Teamgeist kann dem Unternehmen wichtige Vorteile gegenüber Mitbewerb als auch am Arbeitsmarkt verschaffen. Nachweislich fällt es so leichter leistungsfähige Mitarbeiter zu halten, als auch neue Talente zu rekrutieren.

Dabei können schon einfache Maßnahmen großen Einfluss haben. Ein Bespiel dafür wäre, dass sich Teammitglieder auch bei privaten Angelegenheiten wie etwa bei einem Wohnungsumzug unterstützen und dafür vom Unternehmen freigestellt bekommen. Ein zweites Bespiel sind klassische Teambuildingsmaßnahmen in Vorbereitung von großen Projekten. Dafür sollten mehrere Tage im Stück eingeplant werden, bei denen auch die gemeinsamen Aufgaben und Ziele festgelegt werden. Trivial aber nachweislich hilfreich ist es auch, gemeinsame Essen im Team zu organisieren und zu fördern.

Handlungsanweisungen: Wie zeichnet sich eine erfolgreiche Kommunikation im Team aus?

Damit Zusammenarbeit gut funktionieren kann, braucht es eine systematische Kommunikation. Arbeitsgespräche zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern werden abgelöst von Teammeetings, wobei sich ein bis zwei Stunden pro Woche als gute Richtgröße bewährt haben.

Dabei sollen laut Manfred Noé immer vier Ziele verfolgt werden:

  • Kollektive Sicht auf Aufgaben und Probleme
  • Erarbeitete Ideen sollen für das Team als auch den Einzelnen Sinn machen
  • Willensbildung, die erarbeiteten Ideen umzusetzen
  • Meetings sollen effizient und konfliktfrei verlaufen

Eine erfolgreiche Kommunikation im Team zeichnet sich dadurch aus, dass offen und unkompliziert miteinander gesprochen wird, jeder seine Meinung sagen kann, die Feedback-Regeln eingehalten werden, es wird hart in der Sache aber wertschätzend zur Person diskutiert, Gefühle und Empfindungen werden immer in der Ich-Form ausgedrückt, es gibt keine Verallgemeinerungen und es gibt entsprechende Zuhörbereitschaft.

Funktionsrollen und Aufgaben: Wie schafft man klare Aufgabenverteilung im Team?

Die Aufgabenverteilung ist wohl einer der kniffligsten Aufgaben im Team-Management.

Für eine erfolgreiche Umsetzung sind generell drei Schritte notwendig:

Wie schafft man klare Aufgabenverteilung im Team

Klare Kommunikation. Der oder die Teamleiterin müssen das Ziel, den zeitlichen Rahmen, und die Erwartungen an jede eines Teammitglied klar kommunizieren.

Konsequenzen aufzeigen. Zudem ist es wichtig Konsequenzen einzuführen, sowohl positive als auch negative. Belohnungen können etwa der Besuch von Fachveranstaltungen sein oder andere repräsentative Aufgaben. Ein Beispiel für eine negative Konsequenz ist es, das Teammitglied auf die fehlenden Performance und deren Auswirkung anzusprechen.

Laufende Gespräche. Dabei sollte die Führungskraft seine Argumentation auf konkrete Beispiele und Fakten beziehen, dann wird Feedback in aller Regel auch als fair angesehen.

Gerade bei der Planung von Aufgaben und Arbeitsabläufen können auch digitale Tools sehr gut helfen. Dabei gibt es am Markt unzählige Möglichkeiten.

CELUM hat sich etwa mit WorkRooms darauf spezialisiert, das Prozess-, Aufgaben- und Dateimanagement an einem Ort vereint wird und so Teams entlastet werden, die mit vielfältigen Inhalten arbeiten müssen.

Ziele: Wie lassen sich Teamarbeit Ziele formulieren?

Ziele müssen klar formuliert sein, im Einvernehmen getroffen werden, die Ziele müssen auf allen Hierarchieebenen anschlussfähig sein und auch für die Organisation selbst sinnvoll sein.

 

Diese Vorgaben lassen sich gut mit dem Management-System der „Objectives and Key Results“ oder kurz OKRs, umsetzen. Ursprünglich von Andy Grove bei Intel entwickelt, werden Ziele aufgesplittet in:

Objectives = Was soll erreicht werden?
Key Result = Wie erreiche ich das Ziel und wie kann ich es messen?

Jedes Key Result muss dabei operationalisierbar über eine Zahl sein. Quartalsweise werden die OKR neu definiert, zunächst auf Unternehmensebene, dann leitet davon jeder Unternehmensteil seine Ziele ab und zusammenhängend damit bestimmen schließlich die einzelnen Teams ihre OKRs.

Fazit zum Management von Teamarbeit

Teamarbeit ist Voraussetzung für den Unternehmenserfolg.

Für eine gelungen Zusammenarbeit müssen Beziehungen untereinander hergestellt werden, es braucht klare Handlungsanweisungen, Aufgabenverteilungen und Zielvorgaben.

Dabei können auch Tools sehr gut unterstützen. So etwa hilft CELUM WorkRooms dabei Verantwortlichkeiten und Aufgaben klar und transparent zu managen.